Der Simetsberg

Der Simetsberg

Herzlich willkommen zurück und eine frohe, wunderbare Weihnachtszeit bei Wandern mit Dr. Sebastian Voigt! Nachdem ich Euch beim letzten Mal die im Vergleich zur Zugspitze weitaus weniger bekannte, aber nicht minder idyllische Auerspitz mitsamt wunderschöner Wanderroute vorbei am Sillberghaus und dem Soinsee vorgestellt habe, besteigen wir heute den Simetsberg. Eine Wanderung auf dem Simetsberg und dessen Gipfel lohnt sich vor allem zur Weihnachts- und Winterzeit, denn die Tour ist nicht nur bei Wanderern, sondern auch bei Schneeschuhgängern äußerst beliebt.

Der Simetsberg liegt südlich von München im Estergebirge (Bayerische Voralpen) und kann mit dem Auto in etwa 80 Minuten vom Stadtzentrum der bayrischen Hauptstadt aus erreicht werden. Östlich des 1836 Meter über NHN hohen Berges schließt sich der nicht minder beeindruckende Walchensee an, einer der größten und zugleich tiefsten (mittlere Tiefe: 81 Meter, maximale Tiefe: 190 Meter) Alpenseen Deutschlands.

Der Simetsberg – Ein weihnachtliches Winter-Wunderland südlich von München

Besonders im Winter und zur Weihnachtszeit bietet der Simetsberg eine einzigartige Aussicht über das restliche Estergebirge, die Bayerischen Voralpen sowie das Wetterstein- und Karwendelgebirge, besonders vom Gipfel aus. Zu diesem müssen vom Fuß des Simetsbergs aus etwa 1021 Höhenmeter zurückgelegt werden. Die empfohlene Wanderroute ist per se nicht sonderlich schwierig und daher grundsätzlich auch für Wanderneulinge geeignet. Die Distanz beziehungsweise Länge der Wanderung sollte mit knapp 5 Stunden für den Auf- und Abstieg allerdings auf keinen Fall unterschätzt werden. Neben einer geeigneten Wanderausrüstung und -kleidung sollte man auf jeden Fall auch ausreichend Trinkwasser und Proviant mitbringen.

Vom Parkplatz Obernach aus führen Forst- und Wanderwege – hier sollte die teilweise nicht optimale Beschilderung beachtet werden – schließlich nach einer etwa zweistündigen Wanderung zur Diensthütte des Simetsbergs (auf 1610 Meter Höhe). Die Hütte eignet sich freilich für eine erholsame Brotzeit, wird allerdings nicht bewirtschaftet, weswegen man Nahrung und Wasser wie schon erwähnt selbst mitbringen sollte.

Anschließend führt ein schöner Wanderpfad, je nach Jahreszeit auch vorbei an Pferden und Kühen, über die beeindruckende Hochebene bis hin zum Gipfel des Simetsbergs. Kurz vor dem Finale wird der Aufstieg zur Höhe von 1836 Metern über NHN nochmal etwas steiler und anspruchsvoller. Dafür wird diese Mühe allerdings mit einem schier atemberaubenden Ausblick unterhalb des Gipfelkreuzes belohnt.

Hier wird selbst dem größten Pragmatiker die ganz eigene und raue Schönheit der süddeutschen und auch der nicht weit entfernten österreichischen Landschaft bewusst. Selbst der große Walchensee wirkt vom Gipfel des Simetsbergs aus betrachtet fast schon geradezu klein und kompakt. Aber gerade an klaren und sonnigen Tagen ist der Anblick über dieses idyllische „Winterwunderland“ kaum in Worte zu fassen, besonders zur Weihnachtszeit.

In jedem Fall möchte ich Euch mit diesem kleinen Beitrag, welcher die Schönheit einer Wanderung zum Gipfel des Simetsbergs kaum in passende Worte fassen kann, nicht nur eine klare Wanderempfehlung aussprechen, sondern auch frohe Weihnachten beziehungsweise entspannte und angenehme Feiertage wünschen. An guadn Rutsch ins neie Joa Euch allen – wir sehen uns 2023 hoffentlich wieder.

EUER DR. SEBASTIAN VOIGT